mex - intermediale und experimentelle Musikprojekte, Dortmund

scene: ungarn in nrw

12. Juni 2010 Samstag- 20 h
mex im Künstlerhaus Dortmund, Sunderweg 1
Eintritt: 6 €

DIE BUDAPESTER KLANG- UND LICHTBEWEGUNG
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Lektrónia
ZSOLT SÖRÉS
live music and noise
ZSOLT KOROKNAI
installation  live-visuals
MÁRTA LÁDJÁNSZKI
dance

CT
ANDREA SZIGETVÁRI
live electronic
ZSOLT GYENES
video

“I don’t feel any nostalgia” (u.a.)
ZSOLT GYENES
video, audio
ANDREA SZIGETVÁRI
audio


Die Budapester Klang- und Lichtbewegung wird sich anlässlich ihrer mehr oder minder gemeinsamen Auftritte im Land der Westfalen und Rheinländer formieren. Zugleich oder vorrangig geht jede ihrer Protagonistinnen ihren individuell künstlerischen Weg – eine von ihnen tanzenderweise. Gedanken-, geschichten- und gefühlsfrei, so bewegt sich Márta Ladjánszki oftmals in ihren Soli. Es heißt, sie tanze den Körper. Bei mex hingegen agiert sie performativ, als untrennbar mit „Lektrónia“ verbundenes 3. Spielbein – vielleicht sogar mit verbundenen Augen. Zsolt Sörés und Zsolt Koroknai erwecken derweil diverse Stoffe aus Musik, Film und Bild durch alchemistisches Laborieren zum Leben. Zusammen zielen die drei Lektroniker auf rituell-archetypische und komplex symbolische Situationen. Sie nutzen elektronik- und informatikbasierte Technologien als materielle Erweiterung des Gedächtnisses zur Kondensation von Informationen. Wenn Medien Substanz und Seele haben, könnte man sie dann medizintechnisch nachweisen? Zsolt Gyenes legt es darauf an: er röntgt Plattenspieler und andere Dinge per Computertomographie. Auch Kernspind setzt er für seine ausdivisuellen Experimentalvideos ein, mit oszillierenden Wechselbädern zwischen Stand- und Laufbild. Entdeckt man auf diese Art etwa technopatische Symptome? Wir werden sehen. Den visuellen Charme seiner CT- Aufnahmen jedenfalls baut Andrea Szigetvári auch in ihre Multimedia-Performance ein. Sie entwickelt die materialdurchleuchtenden Bilder zu einem raumdurchleuchtenden Live-Screening weiter. Dessen expressive Qualität wird elektromusikalisch live auf der Bühne partikularisiert; eine etwaige Sinnfindung obliegt jedoch, wie in Rorschachtests und wie immer, dem holden mex-Besucher-Individuum.

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Veranstaltet von mex - intermediale und experimentelle Musikprojekte e.V., kuratiert von Maija Julius.
Im Rahmen von scene: ungarn in nrw in Kooperation mit BLACK BOX im Cuba/Münster und gerngesehen/Köln; Dank ans Künstlerhaus Dortmund.

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