mex 2020

MC / CD / DL – Release: Freitag, 1. Januar 2021
LP – Release: Freitag, 5. Februar 2021

English below

Dieses Jahr konnten wir keinen einzigen Konzertabend im mex-Keller erleben. Aber ein ganzes Jahr komplett ohne mex?? Das geht ja nun auch nicht! Daher haben wir uns entschlossen, einen Sampler mit exklusiven Aufnahmen von unseren Gästen zu veröffentlichen. Im Sommer gingen wir also alle in Planung und nun ist es bei dem Label Ana Ott erschienen:
Nun könnt Ihr Euch eine eigene Portion mex-Musik besorgen – Vinyl, Kassette, CD und der Download stehen euch zur Verfügung…

Die Künstler*innen, die auf diesem Sampler präsentiert werden, wurden von Achim Zepezauer eingeladen und haben live für das mex Publikum zwischen 2013 und 2019 performed. Aufgrund der globalen Pandemie konnte mex kein einziges Konzert im Jahr 2020 organisieren, daher entschied man sich, diese spezielle Produktion auf Vinyl, Kassette, CD und als Download in Kooperation mit dem Label Ana Ott zu veröffentlichen. Erhältlich bei Bandcamp oder im Künstlerhaus Dortmund.

Beteiligte KünstlerInnen:

Jasmine Guffond
John Bischoff
Ragnhild May
Svarte Greiner
Claus van Bebber

Krachkisten Orchester
Tina Tonagel

Achim Zepezauer
Seiji Morimoto
David Toop
Phill Niblock
(not on LP)


Jasmine Guffond
Jasmine Guffond (by Udo Siegfried)

„SURROGATE CALCULUS“: Jasmine Guffond arbeitet an der Schnittstelle von sozialen, politischen und technischen Infrastrukturen. Ihre Musik setzt sich mit heutigen politischen Fragen auseinander, indem sie Daten zu Klang umrechnet. Durch Sonifikation von Gesichtserkennungs-Algorithmen, Globalen Netzwerken oder Internet Tracking hinterfragt sie die Bedeutung für uns, wenn persönliche Gewohnheiten verfolgbar sind und was es für unsere Identitäten bedeutet, wenn Verhalten und Menschen auf Datenströme reduziert werden. Ihre Musik ist beeinflußt von experimenteller Elektronik, Drone, Techno und Avant-Garde.
http://jasmineguffond.com / https://soundcloud.com/jasmineguffond

John Bischoff
John Bischoff

„CIRCUIT“: John Bischoff (b. 1949) ist ein Pionier der Computer-Musik. Er begann früh mit seinen Solo-Konstruktionen in Echtzeit-Synthese, sowie der Entwicklung von Computer Network Music. Er ist als Komponist, Performer und Lehrbeauftragter seit über 40 Jahren in der experimentellen Musikszene der San Francisco Bay Area aktiv. Gründungsmitglied der League of Automatic Music Composers, der weltweit ersten Computer Network Band. Er ist Professor im Fach Musik am Mills College in Oakland, Kalifornien.
http://www.johnbischoff.com/index.html

Ragnhild May

„SLOW WAVES ØRESUND“: Ragnhild May untersucht das Feld von visueller Kunst und Musik. In erster Linie konzentriert sie sich auf Performances und der allgemeinen Struktur von Installationen. Ihre Werke, von denen bereits 2016 ein paar im Künstlerhaus ausgestellt wurden, stellen komplexe Kombinationen aus Medien und Materialien dar. Ihr klanglicher Forschungsbereich gilt oft DIY-Orgeln aus Flöten und Pfeifen.
https://www.ragnhildmay.com

Svarte Greiner (photo by Ketil Hardy)

„EXISTENTIAL RAT“: Svarte Greiner ist das Solo-Projekt des Norwegers Erik K. Skodvin. Seine Musik kann man als ein filmisches Erlebnis beschreiben, in dem die Zeit stehen bleibt; düster gemalte Klanglandschaften, die er meist mit Geigenbogen aus der Gitarre holt und durch Effekt-Pedale verarbeitet. Er ist bekannt durch Prägen des Genres Acoustic Doom mit seinem Album „Knive“ auf Type Records in 2006.
http://www.miasmah.com/recordings/svarte_greiner.html

Claus van Bebber

„HIMMLISCHES GELÄCHTER“: Seit den frühen 70er Jahren gehört die Schallplatte zum Instrumentarium des Künstlers Claus van Bebber. Später entwickelte er daraus seine sensiblen Schallplattenkonzerte mit 4 bis 10 zum Teil präparierten Abspielgeräten als Klangerzeuger. Jedoch ist in der Regel der originale Inhalt der Tonträger nicht mehr herauszuhören. Platten werden mit manipulierter Geschwindigkeit gespielt, in Wiederholschleifen gezwungen, mit Klebeband abgeklebt oder in der Endrille gespielt. Der Klang der Schallplatte an sich ist somit die Grundlage für van Bebbers spannende Vinylcollagen.
http://www.cvbebber.de

Krachkisten Orchester

„2 1/2 KISTEN BIER“: Viereckige Kisten, die etwas an Gitarrenverstärker im Design von Piet Mondrian erinnern, darunter je zwei Beine, an den Seiten Arme, und oben ragt je ein halber Kopf hervor. Das Krachkisten Orchester von Tintin Patrone aus Hamburg besteht aus selbstgebauten Analog-Instrumenten, die gleichermaßen als Objekt und als Teil intuitiver Performances funktionieren, in denen die Musiker hinter ihren Instrumenten verschwinden, wodurch das Musizieren an sich einen anderen Fokus bekommt. 2009 gegründet, bereist das Ensemble immer mehr Festivals und verwirrt und beeindruckt zunehmend mit facettenreichem Noise.
http://tintinpatrone.com/krachkisten-orchestra.html

Tina Tonagel

„YELENTÉ“: Der künstlerische Fokus von Tina Tonagel liegt auf kinetischen Maschinen, Klanginstallationen und unterschiedlichen Projektionen. Momentan arbeitet sie meistens mit Overheadprojektoren, die sie neu erfindet als Echtzeit-Motion-Projektions-Maschinen, indem sie mechanische Konstruktionen dafür baut. So oder so eine Überraschung.
http://www.tinatonagel.de

Achim Zepezauer (Foto: André Symann)

„PLOPPY PHONE“: Achim Zepezauer kuratiert seit 2015 die mex-Konzerte, gestaltet Plattencover, töpfert, macht gelegentlich animierte Kurzfilme und moderiert eine Radiosendung. Er ist seit seiner Kindheit von Musik und Kunst gleichermaßen beeinflusst. Das Kunststudium brachte ihn der Musik näher und seit er als Musiker arbeitet, fühlt er sich der Kunst verbunden. Daher suchen seine Arbeiten oft deren Schnittstelle und führen zu Performances, Konzerten oder Installationen.
https://www.kuhzunft.com

Seiji Morimoto (Photo by Haruka Akagi)

„MUSIC FOR GLASSES“: Seiji Morimoto ist ein in Berlin lebender Künstler, der sich mit mit Performances, Installationen und Videos befasst. Morimoto interessiert sich für die unsicheren Erscheinungen zwischen gewöhnlichen Objekten wie zum Beispiel Wasser und Steinen und dem technischen Medium.
http://www.seijimorimoto.com

David Toop

„ANIMALS AND I WE HAD DEALINGS TOGETHER“: David Toop (*1949) entwickelte seit 1970 Techniken, um die Grenzen zwischen Klang, Hören, Performance, Musik und Material zu überschreiten. Dazu gehörten improvisierte Musik, Performances, Schreiben, elektronischer Klang, Feldaufnahmen, Ausstellungskonzeptionen, Klangkunstinstallationen und Oper. Derzeit ist er Professor für Audio Culture und Improvisation am London College of Communication.
https://en.wikipedia.org/wiki/David_Toop

Phill Niblock

„AORMORI WATER“: Phill Niblock (*1933) arbeitet seit den 1960ern als Intermedia-Künstler mit Musik, Film und Fotographie und gehört zu den originalen Minimalisten aus New York. Bekannt für seine satten, lauten Drones, Niblocks Sound ist voll von mikrotonalen Timbres, die im Performance Raum viele andere Töne generieren. Seine Musik und intermediären Performances wurden auf der ganzen Welt präsentiert, ebenso hat er über 1000 Konzerte als Leiter der Foundation Experimental Intermedia kuratiert, die sich für Avantgarde Musik in New York stark macht und eine Zweigstelle in Ghent hat. 2014 wurde Niblock mit dem John Cage Award ausgezeichnet.
www.experimentalintermedia.org

Vielen Dank an: Olaf Jäckel, Christa Marek, Pit Schmieder und alle Mitglieder im Künstlerhaus. Sowie allen Mitgliedern von mex und dem Kulturbüro, allen Künstler*Innen, die bei mex aufgetreten sind und allen netten und offenen Gästen, die zu den Veranstaltungen gekommen sind.

———

Veranstaltet von mex – intermediale und experimentelle Musikprojekte e.V. Mit freundlicher Unterstützung durch das Künstlerhaus Dortmund, Pro Jazz e.V. und das Kulturbüro der Stadt Dortmund. mex wird kuratiert von Achim Zepezauer.

Facebook/mexappeal

YouTube/mex

ENGLISH VERSION: mex2020

MC / CD / DL – Release: Friday, January 1, 2021
LP – Release: Friday, February 5, 2021

This year we weren’t able to experience only one evening in our mex-cellar. But a whole year completely without any mex? That’s impossible. So we decided to produce a sampler with exclusive recordings from our guests of the past years. Beginning in summer we went on planing and now it’s all done and released by the label Ana Ott:
You can now get your own portion mex music on vinyl, cassettes, cd and as download…

The artists featured on this sampler were guests within the curation of Achim Zepezauer and performed live for the mex audience between 2013 & 2019. Due to global pandemic conditions mex was unable to host any concerts in 2020 and therefore decided to release this special compilation in cooperation with the label Ana Ott. Available at either bandcamp or the Kuenstlerhaus.

For more information please visit: mexappeal.de / anaott.de

Participating artists:

Jasmine Guffond
John Bischoff
Ragnhild May
Svarte Greiner
Claus van Bebber

Krachkisten Orchester
Tina Tonagel

Achim Zepezauer
Seiji Morimoto
David Toop
Phill Niblock
(not on LP)


Jasmine Guffond
Jasmine Guffond (by Udo Siegfried)

„SURROGATE CALCULUS“: Jasmine Guffond is an artist and composer working at the interface of social, political and technical infrastructures. Through the sonification of data she addresses the potential of sound to engage with contemporary political questions. Interested in providing an audible presence for phenomena that lies beyond human perception, via the sonification of facial recognition algorithms, global networks, or internet tracking cookies she questions what it means for our personal habits to be traceable, and for our identities, choices and personalities to be reduced to streams of data. Her music draws upon influences from experimental electronic, drone, techno and avant-garde.
jasmineguffond.com   /   soundcloud.com/jasmineguffond

John Bischoff
John Bischoff

„CIRCUIT“: John Bischoff (b. 1949) is an early pioneer of live computer music. He is known for his solo constructions in real-time synthesis as well as his development of computer network music. He has been active in the experimental music scene in the San Francisco Bay Area for over 40 years as a composer, performer, and teacher. He is a founding member of the League of Automatic Music Composers, the world’s first computer network band.  He is Professor of Music at Mills College in Oakland, California.
johnbischoff.com/index.html

Ragnhild May

„SLOW WAVES ØRESUND“: Ragnhild May explores the field between visual arts and music. She is primarily focused on performance work and overall installation structures. Her pieces, of which some had been shown at the Künstlerhaus in 2016, synthesize complex combinations of media and materials. Often her field of investigation in terms of sound are DIY-organs with flutes and pipes.
ragnhildmay.com

Svarte Greiner (photo by Ketil Hardy)

„EXISTENTIAL RAT“: Svarte Greiner is the solo guise of Norwegian Erik K. Skodvin. Working mostly with darkly painted soundscapes through bowed guitar and effect-pedals, his music can be seen as something of a time stopping cinematic experience. He is known for starting the Acoustic Doom genre in 2006 with his album „Knive“ on Type Records.
miasmah.com/recordings/svarte_greiner.html

Claus van Bebber

„HIMMLISCHES GELÄCHTER“: Since the early 70ies the record has been part of Claus van Bebber’s instrumentation. Through the years the artist has developed his sensitive vinyl concerts with 4 to 10 prepared record players as sound source, though normally the original content of the record is rendered unrecognizable. The records are played in manipulated tempi, are forced into loops, are taped or are simply left to play in the run-out groove. The sound of vinyl itself builds the base for van Bebbers‘ existing record collages.
cvbebber.de

Krachkisten Orchester

„2 1/2 KISTEN BIER“: Quadrangular boxes that remind one of guitar amps designed by Piet Mondrian, with legs beneath, arms at the sides and half a head jutting out on top. With her Krachkisten Orchestra, Hamburg’s Tintin Patrone has assembled a curious team manning self-made-analog-instruments that fascinate equally as plastic objects and as part of intuitive performances in which the musicians disappear behind their instruments, giving the playing itself a new focus. Founded in 2009, the ensemble continues to grace more and more festival stages and never fails to impress with their multi-facetted Noise.
tintinpatrone.com/krachkisten-orchestra.html

Tina Tonagel

„YELENTÉ“: The artistic focus of the work of Tina Tonagel lies on kinetic machines, soundinstallations and different kinds of projections. At the moment she mainly works with overhead projectors which she rebuilds into new realtime-motion-projection-machines by using mechanical constructions. A surprise either way.
tinatonagel.de

Achim Zepezauer (Foto: André Symann)

„PLOPPY PHONE“: Achim Zepezauer curates the mex-concerts since 2015, designs covers for records, does pottery, occasionally produces animated short films and hosts his own radio show. Since his childhood, he is equally influenced by music and art. His studies at the fine arts school got him closer to music, while he felt connected to art, when he started to work as a musician. Therefor his works often seek the intersection of both and lead to performances, concerts or installations
kuhzunft.com

Seiji Morimoto (Photo by Haruka Akagi)

„MUSIC FOR GLASSES“: Seiji Morimoto is a Berlin based artist creating sound performances, installations and videos. He is interested in the uncertain acoustic appearances between usual objects, for example water and stones, and the technical medium..
seijimorimoto.com

David Toop

„ANIMALS AND I WE HAD DEALINGS TOGETHER“: David Toop (born 1949) has been developing a practice that crosses boundaries of sound, listening, music and materials since 1970. This encompasses improvised music, performance, writing, electronic sound, field recording, exhibition curating, sound art installations and opera. He is currently Professor for Audio Culture and Improvisation at the London College of Communication.
en.wikipedia.org/wiki/David_Toop

Phill Niblock

„AORMORI WATER“: Phill Niblock (*1933) is an intermedia artist using music, film and photography, active since the 1960ies as one of the original New York minimalists. Known for his thick, loud drones of music, Niblock’s signature sound is filled with microtones of instrumental timbres that generate many other tones in the performance space. His music and intermedia performances have been presented around the world, also he has curated more than 1000 concerts as director of Experimental Intermedia, a foundation for avant-garde music based in New York with a branch in Ghent. In 2014 he received the John Cage Award from the Foundation for Contemporary Arts.
experimentalintermedia.org

Thank you to: Olaf Jäckel, Christa Marek, Pit Schmieder and everybody at the Künstlerhaus, everybody at mex and the Kulturbüro, all the artists that performed at mex and all the kind and open people coming out to the concerts.

Compiled by Achim Zepezauer
Mastered by Pablo Paredes
Artwork by Christa Marek
Produced by mex e.V.

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.