mex.intim.0013 // pitch black

13. April 2002 Samstag
mexKeller im Künstlerhaus Dortmund

ANTON LUKOSZEVIEZE
SAM ASHLEY
WASWAWA // HAUKE HERMANN

Sam Ashley ©

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ANTON LUKOSZEVIEZE (GB), cello, voice & electronic
SAM ASHLEY (USA/Dortmund), objects & electronic
WasWaWa & HAUKE HERMANN (D)

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Die bei den Wörtern „Keller“ und „Dunkel“ einsetzende Assoziationskette kann am 13. April im Rahmen von „Pitch Black“ (nicht zu verwechseln mit dem Schlagerstar ähnlichen Namens) durch eine reale Erfahrung fundiert werden. Denn das mexKonzert widmet sich diesmal nicht nur dem experimentellen Klang, sondern auch der Abwesenheit von Licht. Aber, keine Panik, das ganze geht ganz relaxed unter Beihilfe einer großen Anzahl von Schlafmasken vonstatten, so dass man jederzeit die Regel brechen und sehenden Auges den Saal verlassen (oder diskret einschlafen) kann.

Gemäß dem obsessiv promoteten Credo, der umfassenden Originalität, sehen bei mex allerdings auch die Performer nichts. Entsprechend kann man dem legendären britischen Cellisten Anton Lukoszeviece (nicht) dabei zuschauen wie er blind zum Bogen greift, um, sodann auf streichende Art, der Stille und Dunkelheit zu Leibe zu rücken.

Der mex-Haus-Schamane Sam Ashley führt -ungesehen- sein Stück „Swept Of My Feet“ auf, in dem es sinniger Weise, um eine „Out-Of-Body Experience“ und um den ultimativen Akkord geht. (Ja genau! Den, der alle Klänge einschließt und doch kein Weißes Rauschen ist!).

Zum guten Schluss zeigt dann die berühmt berüchtigte Ruhrgebietsgruppe „WasWaWa“, was wir schon immer sehen wollten (aber auch heute in Folge des oben erwähnten Lichtmangels nicht sehen werden) und führt uns letztlich in die Tiefen der Nachbarkeller und die Texte Hauke Hermanns ein, so sie denn nicht unter Wasser stehen (die Keller).

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Veranstaltet von mex – intermediale und experimentelle Musikprojekte e.V. In Kooperation mit dem Künstlerhaus e.V., mit freundlicher Unterstützung seitens Pro Jazz e.V. und dem Kulturbüro der Stadt Dortmund. Kuratiert von Jens Brand

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