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elf
Köln
Warum Feiern?
Es gibt wenige Dinge am Leben die sich mit einer so präziser Regelmässigkeit einstellen wie Geburtstage. Jeder hat jedes Jahr einmal Geburtstag. Bei den dazugehörigen Festivitäten gilt es unter den Humanoiden als besonders chic viertel und halbe Jahrunderte mit gehobener Aufmerksamkeit zu berücksichtigen. Im deutschen Vereinswesen freut man sich jedoch schon über zehntel Jahunderte...
Warum Feiern?
Am 6.12, dem Nikloaustag des Jahres 1992 gründet sich der Dortmunder Verein mex e.V. und wurde wider erwarten bisher nicht aufgelöst. Seither organisiert mex angeregt von dem Eindhovener "Het Apollohuis" und der NewYorker "Experimental Intermedia Fondation" Konzerte, Video-Screenings und Ausstellungen, die sich den audiovisuellen Künsten widmen. mex agiert im Netzwerk. Alle Konzerte werden in Kooperation durchgeführt. Das könnte die plötzliche Präsenz in Köln erklären... Aber wer interessiert sich beim Feiern schon für den Anlaß der Party. Entsprechend soll es nicht ums gemeinsam altwerden gehen, sondern um ein gewohnt ungewohntes Programm und ein wenig um Zahlenspiele.
Darum.
Auf dem Programm stehen eine Performance Nacht, eine Ausstellung und eine Finisage.
Die Programmpunkte präsentiert eine Auswahl von Künstlern, deren Arbeit und Leben in den letzten Jahren maßgeblichen Einfluß auf das Selbstverständnis und die Entwicklung von mex hatten, aber auch künstlerische Positionen, die aus unerklärlichen Gründen bisher noch nicht zu sehen und zu hören waren...
>mehr zur Veranstaltung in Dortmund |
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konzerte zum hören und sehen
11.Dezember 2002
mittwoch | 19:30 h
Sam Ashley
Guy De Bièvre
Eva -Maria Kollischan
Paul Panhuysen
Kirsten Reese
An Seebach + Marina Thies
Volker Straebel
Heinz Weber
Anne Wellmer
Sam Ashley
"seeing things"
Der Wahl-Dortmunder und MeX-Haus-Schamane führt sein Tanzstück "Seeing Things" auf, in dem es um die beliebten Erfahrung von Momenten geht in den man Dinge sieht, die nicht da sind.
Guy De Bièvre
Dead Cat on the Nile
(mixing them up)
für delta microcontroller
Der belgische Komponist Guy De Bievre ist bekannt für seine dekonstruktivistische Weltsicht und eine elegante konstruktive Werksfusion von Blues, Komplexen Feedbackstrukturen und Glühweinausschank...
http://www.guydebievre.de.vu/
Eva-Maria Kollischan
"Zwei Geschichten", Video
Eva Maria Kollischan beschäftigt sich mit dem Nebensächlichen. In Videos, Fotos und Installationen zeigt sie die Welt von ihrer Rückseite. "Zwei Geschichten" ist ein märchenhaftes Video das gleich doppelt in die Leere leitet...
Paul Panhuysen
"Radio Köln" vom Platz des himmlischen Friedens
Kirsten Reese
Stücke für Querflöte & Elektronik.
Die berliner Musikerin und Komponistin spielt die Kompositionen "Lied" von Hans Holliger und "Piccolo und Rauschen" von Peter Ablinger sowie das eigene Stück "dulationen". Bei dem nicht nur die Querflöte mit den misteriösen Electronics vorkommen, sondern auch noch passend zur Jahreszeit Klänge eines Sommers auf dem Lande.
An Seebach + Marina Thies
"Ziemlich staubig ist es in der Sahara" Computeranimation
In dem cleanen micro fiction treibt mit Spannung aufgeladener Pixelstaub in die Tiefen der leergefegten Milchstrasse. Eine Subraumspalte bereitet dem treiben ein jähes Aus und saugt den Staubnebel in ein Zeitvakuum.
http://www.kuenstlerhaus-dortmund.de/atel-Seebach.html
Volker Straebel
"Guben, 1625" für Computer
Das Vier-Kanal Stück basiert auf der Aufnahme einer Elektrolok, so gehört und gefunden im Gubener Bahnhof. Es balanciert den Klang so vorsichtig auf der Grenze von Brummen und Rauschen, dass man völlig vergisst zu Fragen, was die 1625 im Titel zu bedeuten hat.
http://www.straebel.de/praxis
Heinz Weber
bass 110
Der Wahlhanseat sendet "Hundert und zehn gestrichene und gestreichelte Grüsse zum zehnten Jahr." 110 ist eine Versuchsanordnung, analoge-mechanische Arbeitsformen in die mikrostruktuellen Ebenen von digitalen Medien zu transformieren.
bass 110 sind 110 Bässe oder ein Bass 110mal addiert.
Anne Wellmer
"travelling barefoot mappings"
für Computer & Video
Das Stück simuliert eine Reise auf audio-visuellen Wegen. Mal generiert der Klang das Bild der Landkarte, mal geschieht es umgekehrt. Die Fahrt ins Blaue findet mit Hilfe von einigen Aufführenden und einem Powerbook statt. Mit von der Partie sind Stimmen und Texte von Vilem Flusser und Doretti Neander, sowie Videoprojektionen von Boris Garrets.
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ausstellung zum sehen und hören
13. Dezember 2002
freitag | 19 h
vernissage
Maria Blondeel
Jozef Cseres
hans w. koch
Eva -Maria Kollischan
Phill Niblock
Paul Panhuysen
An Seebach & Marina Thies
17.12.02 - 11.01.03
//Installationen
finissage
11.Januar 2003
samstag | 18 h
Judy Dunaway
Ballon-Konzert
http://jdunaway.web.wesleyan.edu
Die Ausstellung versucht einen komprimierten Eindruck zu vermitteln, welches Durcheinander entstehen kann, wenn man versucht einen Rückblick, einen Status Quo und eine Vorschau in zweieinhalb Räumen zu fusionieren..
Maria Blondeel installiert Klang, Licht und Video, das sich als nicht unbeeinflußt von Publikum, dem Eigelstein und der Tageszeit erweisen wird.
http://listen.to/street_work
Jozef Cseres präsentiert gleich ein Ganzes Museum und einen Himmel voller Geige. .
Die Klanginstallation von hans w. koch lässt das Herz eines jeden Seefahrers höher schlagen, wovon auch die Ohren der Besucher nicht verschont bleiben werden.
Paul Panhuysen dessen "Het Apollohuis" seit Menschengedenken und Urzeiten mex helfend und inspirierend zur Seite stand, zeigt eine wandfüllende graphische Arbeit.
Eva-Maria Kollischan sucht und zeigt das Darunter und das Dahinter.
Phill Niblock seines Zeichens ein weiterer mex Pate - erweist uns mit transparenten Fotos die stille Ehre.
http://experimentalintermedia.org/
An Seebach und Marina Thies erweisen uns tiefe Einblicke psychedelisches Universum aus Haushaltsrückständen und Staub.
http://www.kuenstlerhaus-dortmund.de/atel-Seebach.html
Die Grafikerin Christa Marek erfreut mit einem tiefen Einblick in zehn Jahre Oberflächendesign für den mex e. V.
Zur Finissage am 11.01.2003, 18 h, lässt Judy Dunaway die Luftballons schreien und die Ohren klingeln. |
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