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zehn
Dortmund
Treffpunkt: Bar Etage 1
Brückstraße/Ecke Lütgebrückstr.
Eingang Lütgebrückstr | in der 1. Etage
Zehn Jahre mex verpflichten zu gewohnt ungewohntem, weswegen wir auch zur Feier des Tages den Ort gleich sieben mal wechseln.
Treffpunkt ist eine der Perlen der Brückstraße.
Die Bar "Etage 1" wird für einen Tag zur Festival Lounge. Unser oft freundliches Personal berät sie gern und weist den Weg zu den nah gelegenen Installationen und Konzerten, die sich in verschieden Gebäuden, in leerstehenden Wohn- und Lagerräumen des Viertels verstecken.
Auf dem Programm stehen vier Installationen und drei Doppelkonzerte. Die Konzerte finden parallel in kleinem Räumen statt und werden vier mal wiederholt, um die Gelegenheit zu bieten alle Programmpunkte in Ruhe wahrnehmen zu können.
Der Abend präsentiert eine Auswahl von Künstler, deren Arbeit und Leben in den letzten Jahren maßgeblichen Einfluß auf das Selbstverständnis von mex hatten, aber auch künstlerische Positionen, die aus unerklärlichen Gründen bisher noch nicht zu sehen und zu hören waren...
Präsentation 10 Jahre mex-design,
Christa Marek
16 h24 h
DJ segment (genesungswerk)
mischt mex
Die 200 KünstlerInnnen der letzten 10 Jahre wurden eingeladen Audio-Ressourcen zur Verfügung zu stellen.
20 h24 h
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08.Dezember 2002
//Konzerte
Die Konzerte beginnen jeweils um
19 h, 20 h, 21 h, 22 h
Spieldauer: 30-40 Minuten
Die Konzerte finden parallel an
verschiedenen Orten statt.
Treffpunkt:15 Min jeweils vor Konzertbeginn
Bar Etage 1 | Brückstr./Ecke Lütgebrückstr. | Eingang Lütgebrückstr | in der 1. Etage
Die Zuhörergruppe wird jeweils zum Veranstaltungsraum begleitet.
//raum 1
Anne Wellmer
[D] [*1966]
travelling barefoot mappings
für Computer & Video
Bettina Wenzel
[D]
Aufblasbarer Gesang IV, 2002.
Performance für Video, Elektronik & Stimme
//raum 2
Kirsten Reese
[D] [*1968]
Kompositionen von Peter Ablinger, Heinz Holliger und Kirsten Reese für Querflöte & Elektronik
Heinz Holliger "Lied [1971]
für verstärkte Altflöte
Peter Ablinger "Piccolo und Rauschen [1996/97]
Kirsten Reese "dulationen [2002]
Querflöte und Electronik plus Sounds von einem Sommer auf dem Lande...
Pierre Berthet
[F]
"Piece for Extended Speakers"
//raum 3
Rolf Julius
[D] [*1939]
Elektronik
Heinz Weber
[D] [*1957]
bass 110,
ein Klangstück ; Tonbandkomposition
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Anne Wellmer
Software & Kartographie: Justin Bennett, Additional programming: Johan Van Kreij
Anne Wellmers Stück simuliert eine Reise auf audio-visuellen Wegen. Mal generiert der Klang das Bild der Landkarte,mal geschieht es umgekehrt. "travelling barefoot " die Fahrt ins Blaue findet mit Hilfe von einem, zwei oder drei Aufführenden und einem Powerbook statt. Mit von der Partie, die eigentlich eine Untersuchung des Wortes "Heimat" ist, sind Stimmen und Texte von Vilem Flusser und Doretti Neander, sowie Videoprojektionen von Boris Garrets.
Bettina Wenzel
Bettina Wenzel kombiniert in ihrer Arbeit alles was nötig ist. Ausgebildet in Gesang und Tanz scheut sie sich nicht auch Bäume, Computer und pneumatische Sitzmöbel miteinander in eine Konversation zu verwickeln.
Zum "Aufblasbahren Gesang" schreibt sie : "Es geht um Interdependenz von Geräusch und Bewegung: eine Leinwand, ein aufblasbares Objekt, an dem eine fingergroße Kamera befestigt ist, dieTänzerin an der Luftpumpe. Die Bewegung der Gestalt, die auf der Leinwand entsteht, hängt von der Geschwindigkeit und Qualität des Pumpens ab. Die dabei entstehenden Geräusche und Töne entfalten sich parallel zu dem Aufblasen des Gegenstandes."
Kirsten Reese
Die Berlinerin Kirsten Reese studierte Flöte an der Hochschule der Künste Berlin. Darüber hinaus ist sie als Komponistin, Klangkünstlerin und Autorin aktiv. Sie ist Mitglied in verschiedenen Kammerensembles und ebenso als Solistin in Konzerten und Film- und Rundfunkaufnahmen präsent. Ihrer besonderen Aufmerksamkeit gilt dabei das Verhältnis von Elektronik und Flöte, was ihr als außergewöhnliche Interpretin zu diversen Uraufführungen und als Komponistin zu Stipendien bei der Musikakademie Rheinsberg, der Stiftung Kulturfonds und auf dem Künstlerinnen Hof "Die Höge in Bremen, verhalf
Pierre Berthet
Pierre Berthet ist Klangkünstler und Komponist. Seine Stücke haben oft installativen Charakter und bedienen sich der physikalischen Realitäten und Phänomene von Raum und Resonaz. Seine Konzepte reichen von einfachen, das musikalisches Geschehen automatisch definierenden, Tropfmaschinen, bis zu improvisatorisch-elekroakustische Reihen, wie den "pieces for extended speakers". Diese Stücke für modifizierte Lautsprecher begannen als elektronisches Perkussionsstück, aber, wie Pierre erzählt, habe es sich seit einem Jahr nicht mehr ergeben das er auf etwas herum getrommelt hätte....
Rolf Julius
"Julius Musik ist ätherisch, nur hin und wieder unterbrochen durch unvermittelte Pausen, musikalische Löcher und plötzliche Crescendi, in denen sich der organische Fluß einer Komposition mit harten industriellen Klangwerten oder tiefen Basslauten selbst zu überraschen scheint. Sie kommt und geht fast gleichzeitig. Sie läßt sich am intensivsten optisch-akustisch wahrnehmen im Moment der Bewußtwerdung ihres Erscheinens und Verschwindens. Ihr wechselhafter Charakter aus dicht überlagerten, schwirrenden Klängen ist komplex.
"
aus einem Text von Christian Schneegass (1991)
Heinz Weber
Heinz Weber ist Klangkünstler. Medium und Thema seiner Arbeiten sind die Tonaufnahme, das Mikrophon und der Lautsprecher. Die Tonbandkompositionen und Installationen des Wahlhanseaten versetzten Lautsprecher und teilen Klangströme. "Hundert und zehn gestrichene und gestreichelte Grüsse zum zehnten Jahr. Die Kunst ist, Schweres leicht zu machen, dann aber wird die Luft auch dünner - sollte man beyzeyten wissen.
bass - 110 ist eine neue Arbeit aus meiner Versuchsanordnung, analoge-mechanische Arbeitsformen in die mikrostruktuellen Ebenen von digitalen Medien zu transformieren. Der Computer ist ein Medium der Wiederholbarkeit. Wird auf ihm mittels mechanischer Arbeit ein Unikat erstellt, so wird diese Arbeit zur software. bass - 110 sind 110 Bässe oder ein Bass 110mal addiert. Wenn ich heute diesen Text schreibe, ist das Stück noch nicht fertig und ich habe keine Ahnung, wie es klingt." Heinz Weber |
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08.Dezember 2002
//Installationen
16-24 h
Die Installationen sind an verschiedenen Orten zu sehen. Vor Ort liegen Karten aus und freundliche Mitarbeiter begleiten Sie zum Ausstellungsraum.
Treffpunkt: Bar Etage 1 | Brückstr./Ecke Lütgebrückstr. Eingang Lütgebrückstr. |
in der 1. Etage
//raum 4
BITOM
fixture:plane [1991]
for a stereoscopic light piece
by Maria Blondeel
Jerry Hunt
[USA] [1943-1993]
stereoscopic light installation, Maria Blondeel [1997]
sound processing, Guy De Bièvre
//raum 5
SP 9+10 / Sea Jelly Yellow
for baritone saxophone
Phill Niblock
[USA] [*1933]
//raum 6
Gleichzeit
Paul Panhuysen
[NL] [*1934]
//raum 7
Achim Wollscheid
[D] [*1959]
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BITOM (fixture:plane) ist die Weiterführung einer Zusammenarbeit zwischen Maria Blondeel und Jerry Hunt aus dem Jahr 1991, die durch dessen Tod kurz vor der ersten Realisierung beendet wurde. Der Klang der Installation ist quadrophonisch, der visuelle Teil natürlich dreidimensional, aber auch stereoskopisch und wird durch die blau-rote Pappbrille betrachtet. Alle Elemente sind computergesteuert, wobei das Publikum zusätzlich als unvorhersehbarer Interaktiver Parameter bewußt und unbewußt in das Geschehen eingreifen wird. Maria Blondeel arbeitet multidisziplinär und experimentell. Ihre Installationen und Konzerte thematisieren Licht, Klang, Zeit und den stetigen Fluß der Dinge. Das Werk des Komponisten, Videokünstlers und Performers Jerry Hunt gilt als einer der aufrege ndsten und misteriösesten Beiträge zur Geschichte der US-amerikanischen Musik des 20sten Jahrhunderts.
http://listen.to/street_work
Phill Niblock
Die Installation zeigt eine endlose Kette langsam ineinander überblendender Aufnahmen von Orten und Landschaften die manisch reisende Komponist, Filmemacher und Photograph Phill Niblock in den vergangenen 30 Jahren auf seinen Trips zwischen China, Tschechien , Australien und Mexiko sammelte. Der zu hörende Soundtrack sorgt dabei für angenehm flatternde Hosenbeine. Angesichts der von Niblock komponierten Klangkaskaden grübeln die Experten ob sich hier die verleugnete Großmutter von Grunge und Ambient offenbart. Die von Niblock geleitetet New Yorker Initiative "Experimental Intermedia" hilft als Partner und dient als eines der Vorbilder für mex.
http://experimentalintermedia.org/
Paul Panhuysen
Das Eindhovener "Het Apollohuis" von Hélèné und Paul Panhuysen war in den 80er und 90erJahren einer der Dreh- und Angelpunkte der internationalen Klangkunst-scene. Seit dem bestehenvon mex war die Hilfe der Panhuysens als einmaliges Künstler- undKuratoren- und Lebens teams immer present. In Dortmund zeigt Paul Panhuysen eine seiner Langsaiten Installationen, in diesem Fall in einer 6-saitigen, Appartement -verspannenden Variation für Piezomikrophone und Teekessel.
Achim Wollscheid
Die Installationen von Achim Wollscheid sind audiovisuell, interaktiv und ortsbezogen. Über Realtime-Transformationen angesteuerte Lichtquellen und Lautsprecher stehen im steten Dialog mit dem Publikum. Der Festivalbeitrag wird eigens für den Ausstellungsort konzipiert und realisiert.
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